Vom Radio hören und für Heilung beten

870869_76077828kleinImmer wieder haben Theologen versucht den Menschen ihrer Zeit die biblische Botschaft nahe zu bringen. Dabei könnte ihr Ansatz nicht unterschiedlicher sein. Rudolf Bultmann schrieb im Kontext der Moderne noch: „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muss sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“ Unvorstellbare Gedanken für den postmodernen Weltenbürger. Der nimmt sehr wohl die modernste Medizin in Anspruch und feiert gleichzeitig das Fest des Erzengels Michael oder lässt sich von irgendeinem Heiler behandeln. Warum? Sein Denken hat sich verändert und kommt den Verständnis der Bibel in machen Punkten näher. Und damit wären wir bei der Hermeneutik.

1123233_34885599kleinHermeneutik ist mit Sicherheit eines der spannendsten Felder der Theologie, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so klingt, denn es geht um unser Verständnis der Bibel. In der Hermeneutik geht es darum, wie wir die Bibel zu verstehen haben. Insofern hat jeder schon seine Hermeneutik, denn wir versuchen die Bibel zu verstehen. Doch wie will die Bibel verstanden werden? Daraus ergeben sich viele interessante Fragen:

·         Die Bibel ist die Wahrheit – doch was bedeutet Wahrheit?

·         Gibt es die eine objektive theologische Betrachtungsweise? Wenn ja: Müssten dann nicht alle Theologen zu denselben Ergebnissen kommen?

·         Welchen Einfluss hat meine Kultur (Sozialisation, Erfahrung etc.) auf die Art und Weise, wie ich mit der Bibel umgehe?

·         Ist der Heilige Geist die notwenige Voraussetzung um die Schrift verstehen und auslegen zu können? Oder: Muss man gläubig sein um die Schrift zu verstehen?

·         Ist die Bibel die einzige, schlussendliche Autorität, in Fragen der christlichen Lehre?

·         Macht die Bibel klare, eindeutige Aussagen oder bleibt vieles offen?

·         Beinhaltet die Bibel Fehler und Widersprüche? Wenn nicht, ist sie dann irrtumslos?

·         Inwiefern könnte man sage, dass Jesus zwar Gottes Sohn ist, aber damit doch nicht alles stimmt, was über ihn erzählt wird?

·         Wer versteht die Bibel eigentlich besser – die Gelehrten oder die Laien?

·         Was ist in der Bibel allgemeingültig und was kulturell bedingt?

·        

Die Hermeneutik-Vorlesung der Pionierakademie soll dir helfen zu verstehen…

… was die Bibel selbst über sich sagt.

… wie die Bibel zu verstehen ist.

… welche Rolle Kultur und Geschichte spielt

… wie sich die Vielfalt der Bibel auf ihr Verstehen auswirkt

Neugierig? Hier geht`s zu den Anmeldedetails.  

Einsatzgebiete von Theologen

Ich sitze in einer kleinen Runde von 5 Leuten, alles Studenten, und wir unterhalten uns über unsere Studien und Zukunftspläne. Eine bunte Schar von Menschen, die der Einladung eines guten Freundes auf seine Geburtstagsparty gefolgt waren. Nele studiert Jura, ist sich aber nicht ganz sicher, ob sie ihr Studium weiter machen sollen. Sie zieht es ins Ausland. Fremde Kulturen haben es ihr angetan. Frank weiß genau was er will. Nach seinem Betriebswirtschaftstudium will er als Kontroller in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten und sich zum Prokuristen hoch arbeiten. Michaels liebt die Natur. Daher hat sie sich entschieden Biologie zu studieren. Begeistert erzählt sie von ihren Expetitionen. Letztes Semester waren sie an der Mecklenburgischen Seeplatten und haben im Nationalparkdorf Federow ein großen Sumpfgebiet untersucht. Während sie so berichtet denke ich mir nur: ist alles schön und gut und bin es ja ganz toll, dass du dich so für die Natur begeistern kannst, aber wie willst du später damit mal Geld verdienen? Kennst du das, du triffst Menschen und sie erzählen von ihrem Studium und du denkst dasselbe? Zum Beispiel Kunstgeschichte oder so. Die studieren sich doch alle in die Arbeitslosigkeit, oder? Nun kam ich mit vorstellen an die Reihe und ich erzählte ihnen, dass ich Theologie studiere. „Wie, du willst doch nicht etwa Priester werden” sagte Nele. „Nein, ich studiere ja auch nicht Katholische Theologie, sondern an einer freien theologischen Ausbildungsstätte”, antwortete ich. „Ok und was bringt dir das? Was willst du denn später damit machen?” fragte Frank anschließend. Ich musste kurz nachdenken und merkte wie berechtigt diese Fragen waren… 

Als theologische Ausbildungsstätte beschäftigen wir uns natürlich mit der Frage nach den Einsatzgebieten unserer Studierenden, schließlich wollen wir nicht für die Arbeitslosigkeit ausbilden. Wir sehen hier unterschiedliche Möglichkeiten, für die wir unsere Studenten je nach Interessenlage und Berufung fit machen wollen. Folgende Bereiche können wie momentan sehen:

  • Unternehmertum
  • Coach (Arbeite mit und an Menschen)
  • Social Entrepreneurs (soziales Unternehmertum)
  • freier Theologe (Predigtdienst, Seminardienst, Publikationen)
  • Theologe + anderer wissenschaftlicher Schwerpunkt z.B. Ethik, Wirtschaft, Kultur

Viele werden hier die typischen Einsatzgebiete wie Pastor und Jugendleiter vermissen. Diese sind natürlich auch möglich, doch sehen wir darin in der Breite nicht die Zukunft. Pastorenstellen werden auf dem freikirchlichen Markt größtenteils von Absolventen von Ausbildungsstätten der Verbände besetzt. Lediglich verbandslose Gemeinden wären möglich, die aber meistens zu klein sind, um sich hauptamtliche Pastoren leisten zu können. Daher richten wir unseren Hauptaugenmerkt auf die oben genannten Felder.

PowerPoint-Präsentation über die Pionierakademie

Wir haben den coolen Servise von slideshare genutzt und eine PowerPointPräsentation über die Pionierakademie auf unsere Seite eingebunden, die man direkt dort sich anschauen kann.

Warum uns Eschatologie angeht

Eschatologie mag für den Laien erst mal befremdlich und nach hoher Theologie, also kompliziert, anhören. Doch davon sollten wir uns nicht abstoßen lassen, denn Eschatologie nimmt einen sehr bedeutenden Raum in unserem Denken ein. Wir alle haben in irgendeiner Form unsere Eschatologie. Eschatologie ist die Lehre von den „letzten Dingen.” Auf der individuellen Ebene ist sie die Frage wie es mit mir weiter geht, auf der universellen Ebene, wie sie mit dieser Welt weitergeht.

Wie wir diese Frage beantworten hat Konsequenzen auf unsere Sicht von Leben in der Schöpfung.

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Wer davon ausgeht, dass das Reich Gottes im System der Kirche im Grunde schon angebrochen ist, tut sich schwer mit Kritik an den sozialen Verhältnissen. Er wird die Kirche als Instrument der Weltverbesserung sehen, in der im Gegensatz zur „bösen” Welt, Liebe und Friede herrscht und in die möglichst die gesamte Gesellschaft eingegliedert werden sollte.

Wer davon ausgeht, dass die Welt sowieso schlechter wird und auf ihren Untergang wartet, wird sich aus ihr Zurückziehen und alle Bemühungen auf die erlösende Ewigkeit richten, d.h. die Nöte der Welt werden als Zeichen der Endzeit gedeutet und versucht die Menschen noch zum rettenden Glauben an Jesus zu führen. Die Welt löst sich am Ende im Inferno auf und die Gläubigen werden entrückt.

Wer davon ausgeht, dass es Hoffnung für diese Erde gibt und das wir als Jesus Nachfolger diese Hoffnung in allen möglichen Formen an alle Orte dieser Welt bringen sollen, wird sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und sie mitgestalten. 

 Wie sieht die Bibel die Welt? Kann uns diese Erde nicht egal sein, schließlich ist unser Bürgerrecht im Himmel? Wird jetzt alles schlimmer oder sollen wir uns engagieren? Wie verhält sich nun der Missionsbefehl zum Schöpfungsauftrag unter Berücksichtigung des Kommenden? Müssen wir Angst vor der Zukunft haben? Fragen über Fragen… Wir wollen diese Fragen ganz bewusst losgelöst vom idealistischen griechischen Weltbild anschauen und stattdessen vom ganzheitlichen hebräischen Denkansatz „neu” betrachten und denken. Das wird uns helfen unseren Paradigmenwechsel (vom griechischen zum hebräischen Denken) weiter zu gehen.

.. Neugierig geworden? Hier geht’s zur Anmeldung.

Von der Spannung Theologe zu werden

money-954859_79747463Was führt Menschen dazu Theologie zu studieren? Da ich das Privileg habe, mit seit einigen Jahren mit Studenten dieser Fachrichtung zu arbeiten, würde ich sagen, ohne das empirisch untermauern zu können, dass der Hauptbeweggrund mehr oder weniger auf einen Aspekt zu reduzieren ist: „Gott hat mir das so gezeigt“. Im staatskirchlichen Kontext mag das nicht unbedingt so zu sein, aber im Wesentlichen bei Studiengängen, die meistens einen internationalen Abschluss ermöglichen, die dann in Deutschland keine Anerkennung finden. Bauchweh bekomme ich manchmal, wenn Studenten sagen, dass Gott mir genau diese oder jene Ausbildungsstätte (oder gar Bibelschule) gezeigt hat. Ich glaube an diese Arten der Führung Gottes, aber manchmal frage ich mich dabei schon….“sollte Gott wirklich gesagt haben“?!  Der von Gott auf irgendeine Weise Angesprochene beginnt also mit Begeisterung sein Studium und bekommt dann immer wieder unangenehme Fragen gestellt, wie z. B. „und was willst du damit machen?“ oder „und kann man damit Geld verdienen?“. Da die meisten der Befragten, auch mit gehörigem Gottvertrauen und sie in Vergangenheit auch immer wieder erlebten, dass Gott auch ihr Versorger ist, lässt es sich schon einigermaßen ruhig studieren. Der „Ernst des Lebens“ ist (wie bei Studenten anderer brotloser Künste auch) noch ziemlich weit weg. Aber mit dem Näherkommen des Abschlusses, der sich je nach finanzieller Unterstützung der Eltern noch recht lange herausziehen kann, wird diese Frage dann doch auch konkreter gepaart mit der Frage: „was ist denn nun wirklich meine Berufung?“. Früher war die Antwort noch ganz einfach: eine ganze Stelle als Gemeindepastor in einer aufstrebenden Gemeinde oder zunächst auch Jugendpastor mit einer halben Stelle. Obwohl man denken mag, dass Studenten nach x Semestern kapiert haben, das die bekannten klassischen Gemeindemodelle keine Zukunft haben, gibt es anscheinend immer noch Studenten, die ihre finanzielle Zukunft in beruflicher Hinsicht in diesen Systemen suchen (ich muss zugeben, dass man dafür schon ein gehöriges Maß an Gottvertrauen braucht). Aber was bleibt denn noch? Der Unterstützerkreis, der mich darin finanziell supportet etwas „Neues“ aufzubauen oder Missionar zu werden? Waren die Fragen am Anfang des Studiums nicht doch berechtigt? Wie kann ich als Theologe, der ein geistliches Anliegen hat, später Geld verdienen? War es nicht doch ein Fehler, bei einer Ausbildungsstätte anzuheuern, die mir keinen ordentlichen Abschluss bieten, auf dessen Grundlage ich dann später wenigstens noch etwas Ungeistlicheres weiter zu studieren? Für was braucht die Welt eigentlich Theologen?

Ganzheitlich Theologie studieren

862490_29326952-kleinDie PIONIERAKADEMIE ist eine ganzheitliche Ausbildung, die Theorie, Praxis und das Leben des Studenten verbindet. Das Studium an der PIONIERAKADEMIE umfasst die Bereiche

  • Akademische Ausbildung
  • Praktische Ausbildung und
  • Persönliche Entwicklung.

Akademische Ausbildung

Der Student durchläuft ein theologisches Kursprogramm in Pflicht- und Wahlkursen aus den Bereichen Biblische Theologie, Historische Theologie, Systematische Theologie, Praktische Theologie, Ethik, Kulturwissenschaften und interdisziplinäre Studien nach einem auf ihn persönlich zugeschnittenen Studienplan. Das Studium der einzelnen Fächer erfolgt im Selbststudium zu Hause und durch Vorlesungen. Die Vorlesungen sind fester Bestandteil der Ausbildung. In ihnen werden die Inhalte praxisrelevant und interdisziplinär vermittelt. Durch Learning-Groups wird Wissen vertieft und verfeinert. Außerdem lernen sich die Studenten dort gegenseitig kennen, sodass Vernetzung möglich wird.

Praktische Ausbildung

Es ist das Anliegen der PIONIERAKADEMIE, eine Ausbildung zu gewährleisten, deren Absolventen in der Lage sind, wissenschaftliche Ergebnisse in der Praxis anzuwenden. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Wissenstransfer letztlich erst durch ein klar praxisbezogenes Ausbildungskonzept möglich wird. Andererseits wird die Theorie auch durch die Praxis hinterfragt und kann sich dadurch auch weiterentwicklen. Diese Wechselwirkungen zwischen Theorie und Praxis werden von der PIONIERAKADEMIE bewusst gefördert.

Persönliche Entwicklung

Die PIONIERAKADEMIE möchte Menschen ausbilden, die nicht nur theologisch und praktisch fit sind, sondern auch in ihrer persönlichen und charakterlichen Entwicklung zu tragfähigen und verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten herangereift sind, die in ihrer Berufung leben und eine klare Vision verfolgen. Die gesamte Ausbildung an der PIONIERAKADEMIE setzt voraus, dass der Student fest in einen verbindlichen Beziehungskontext eingebunden ist, in dem eine Charakterformung realistisch ist.

Einladung zur Eschatologievorlesung

Herzliche Einladung zur Eschatologievorlesung mit Martin Scott vom 05.-07.Juni 2009. Der eine oder andere wird sich Fragen was Eschatologie überhaupt ist. Eschatologie ist die Lehre von den letzten Dingen. Unsere Eschatologie prägt unser Leben als Jesus-Nachfolge enorm, denn was wir über das Ende denken, wird uns im Jetzt formen. Wie alles angefangen hat gibt uns einen Hinweis darauf, wie alles endet. Warum wollen wir irgendwo hingehen, wenn er zu uns kommt? In dieser Vorlesung wird Martin Scott den Unterschied zwischen dem griechischen Denken (Erlösung ist der Ausweg / bringt uns irgendwo hin) und dem hebräischen Weltbild (wir fokussieren uns auf etwas, das hier geschieht / Auferstehung, und nicht das Leben nach dem Tod wird zum Fokus) erläutern. Er wird auch einen Blick auf den Einfluss werfen, den Menschen wie Scofield auf die Entwicklung der modernen westlichen Eschatologie hatten. Auf dieser Basis wird der Fokus auf die neutestamentliche Hoffnung, dass die Gegenwart Jesu alle Dinge erfüllt, geworfen. Zum Schluss wird noch ein kurzer Blick auf das Buch der Offenbarung geworfen, wobei davon ausgegangen wird, dass es sich hierbei eher um eine Kritik an weltlicher Macht handelt, als um eine Anleitung für die Endzeit.

Themen sind u.a.:

  • Unsterblichkeit der Seele
  • Wie lange ist ewig?
  • Was geschieht mit mir nach dem Tod?
  • Paradies
  • Der Feuersee und Gehanna
  • Entrückung
  • Wer ist der Antichrist?
  • Die Chronologie der letzten Tage
  • Das Millenium
  • Dispensationalismus
  • Apokalyptische Sprache
  • Was bedeutet es, dass unser Bürgerrecht in den Himmeln ist?

 Weiter Information gibt es hier. Anmeldungen per mail an welcome@destinydesign.de

 

Theologische Ausbildung

Mit der Pionierakademie bieten wir eine attraktive, innovative theologische Ausbildung an.  Es handelt sich um keine typische theologische Ausbildung. Unsere Schwerpunkte legen wir auf Pioniere, Ethik, interdisziplinäres Arbeiten und interkulturelle Kommunikation gelegt. Pioniere meint, dass  wir gezielt Menschen ausbilden wollen, die selbst Projekte aller Art gründen oder darin intergiriert sind. Ethik wird leider viel zu oft vernachlässigt, obwohl es doch dabei um die konkrete Umsetzung unseres Glaubens geht. In unserer heutigen pluralistischen Gesellschaft kommen wir, glaube ich, nicht mehr um interdisziplinäres Arbeiten herum. Wir versuchen Theologie nicht losgelöst, sondern in Verbindung mit andren Wissenschaften und Gebieten wie Pädagogik, Soziologie, Wirtschaft, Psychologie zu sehen. Und weil die Welt ein Dorf geworden setzen wir bewusst interkulturelle Akzente. Wir müssen Kulturen verstehen, wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Dieser Aspekt wird oft unterschätzt, gerade auch von Missionsorganisationen.

Hallo Welt!

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Destiny Design. Hier werden wir über unsere Aktivitäten, unsere Angebote und unser Denken bloggen.