Von der Spannung Theologe zu werden

money-954859_79747463Was führt Menschen dazu Theologie zu studieren? Da ich das Privileg habe, mit seit einigen Jahren mit Studenten dieser Fachrichtung zu arbeiten, würde ich sagen, ohne das empirisch untermauern zu können, dass der Hauptbeweggrund mehr oder weniger auf einen Aspekt zu reduzieren ist: „Gott hat mir das so gezeigt“. Im staatskirchlichen Kontext mag das nicht unbedingt so zu sein, aber im Wesentlichen bei Studiengängen, die meistens einen internationalen Abschluss ermöglichen, die dann in Deutschland keine Anerkennung finden. Bauchweh bekomme ich manchmal, wenn Studenten sagen, dass Gott mir genau diese oder jene Ausbildungsstätte (oder gar Bibelschule) gezeigt hat. Ich glaube an diese Arten der Führung Gottes, aber manchmal frage ich mich dabei schon….“sollte Gott wirklich gesagt haben“?!  Der von Gott auf irgendeine Weise Angesprochene beginnt also mit Begeisterung sein Studium und bekommt dann immer wieder unangenehme Fragen gestellt, wie z. B. „und was willst du damit machen?“ oder „und kann man damit Geld verdienen?“. Da die meisten der Befragten, auch mit gehörigem Gottvertrauen und sie in Vergangenheit auch immer wieder erlebten, dass Gott auch ihr Versorger ist, lässt es sich schon einigermaßen ruhig studieren. Der „Ernst des Lebens“ ist (wie bei Studenten anderer brotloser Künste auch) noch ziemlich weit weg. Aber mit dem Näherkommen des Abschlusses, der sich je nach finanzieller Unterstützung der Eltern noch recht lange herausziehen kann, wird diese Frage dann doch auch konkreter gepaart mit der Frage: „was ist denn nun wirklich meine Berufung?“. Früher war die Antwort noch ganz einfach: eine ganze Stelle als Gemeindepastor in einer aufstrebenden Gemeinde oder zunächst auch Jugendpastor mit einer halben Stelle. Obwohl man denken mag, dass Studenten nach x Semestern kapiert haben, das die bekannten klassischen Gemeindemodelle keine Zukunft haben, gibt es anscheinend immer noch Studenten, die ihre finanzielle Zukunft in beruflicher Hinsicht in diesen Systemen suchen (ich muss zugeben, dass man dafür schon ein gehöriges Maß an Gottvertrauen braucht). Aber was bleibt denn noch? Der Unterstützerkreis, der mich darin finanziell supportet etwas „Neues“ aufzubauen oder Missionar zu werden? Waren die Fragen am Anfang des Studiums nicht doch berechtigt? Wie kann ich als Theologe, der ein geistliches Anliegen hat, später Geld verdienen? War es nicht doch ein Fehler, bei einer Ausbildungsstätte anzuheuern, die mir keinen ordentlichen Abschluss bieten, auf dessen Grundlage ich dann später wenigstens noch etwas Ungeistlicheres weiter zu studieren? Für was braucht die Welt eigentlich Theologen?

Ganzheitlich Theologie studieren

862490_29326952-kleinDie PIONIERAKADEMIE ist eine ganzheitliche Ausbildung, die Theorie, Praxis und das Leben des Studenten verbindet. Das Studium an der PIONIERAKADEMIE umfasst die Bereiche

  • Akademische Ausbildung
  • Praktische Ausbildung und
  • Persönliche Entwicklung.

Akademische Ausbildung

Der Student durchläuft ein theologisches Kursprogramm in Pflicht- und Wahlkursen aus den Bereichen Biblische Theologie, Historische Theologie, Systematische Theologie, Praktische Theologie, Ethik, Kulturwissenschaften und interdisziplinäre Studien nach einem auf ihn persönlich zugeschnittenen Studienplan. Das Studium der einzelnen Fächer erfolgt im Selbststudium zu Hause und durch Vorlesungen. Die Vorlesungen sind fester Bestandteil der Ausbildung. In ihnen werden die Inhalte praxisrelevant und interdisziplinär vermittelt. Durch Learning-Groups wird Wissen vertieft und verfeinert. Außerdem lernen sich die Studenten dort gegenseitig kennen, sodass Vernetzung möglich wird.

Praktische Ausbildung

Es ist das Anliegen der PIONIERAKADEMIE, eine Ausbildung zu gewährleisten, deren Absolventen in der Lage sind, wissenschaftliche Ergebnisse in der Praxis anzuwenden. Die Erfahrung zeigt, dass dieser Wissenstransfer letztlich erst durch ein klar praxisbezogenes Ausbildungskonzept möglich wird. Andererseits wird die Theorie auch durch die Praxis hinterfragt und kann sich dadurch auch weiterentwicklen. Diese Wechselwirkungen zwischen Theorie und Praxis werden von der PIONIERAKADEMIE bewusst gefördert.

Persönliche Entwicklung

Die PIONIERAKADEMIE möchte Menschen ausbilden, die nicht nur theologisch und praktisch fit sind, sondern auch in ihrer persönlichen und charakterlichen Entwicklung zu tragfähigen und verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten herangereift sind, die in ihrer Berufung leben und eine klare Vision verfolgen. Die gesamte Ausbildung an der PIONIERAKADEMIE setzt voraus, dass der Student fest in einen verbindlichen Beziehungskontext eingebunden ist, in dem eine Charakterformung realistisch ist.

Einladung zur Eschatologievorlesung

Herzliche Einladung zur Eschatologievorlesung mit Martin Scott vom 05.-07.Juni 2009. Der eine oder andere wird sich Fragen was Eschatologie überhaupt ist. Eschatologie ist die Lehre von den letzten Dingen. Unsere Eschatologie prägt unser Leben als Jesus-Nachfolge enorm, denn was wir über das Ende denken, wird uns im Jetzt formen. Wie alles angefangen hat gibt uns einen Hinweis darauf, wie alles endet. Warum wollen wir irgendwo hingehen, wenn er zu uns kommt? In dieser Vorlesung wird Martin Scott den Unterschied zwischen dem griechischen Denken (Erlösung ist der Ausweg / bringt uns irgendwo hin) und dem hebräischen Weltbild (wir fokussieren uns auf etwas, das hier geschieht / Auferstehung, und nicht das Leben nach dem Tod wird zum Fokus) erläutern. Er wird auch einen Blick auf den Einfluss werfen, den Menschen wie Scofield auf die Entwicklung der modernen westlichen Eschatologie hatten. Auf dieser Basis wird der Fokus auf die neutestamentliche Hoffnung, dass die Gegenwart Jesu alle Dinge erfüllt, geworfen. Zum Schluss wird noch ein kurzer Blick auf das Buch der Offenbarung geworfen, wobei davon ausgegangen wird, dass es sich hierbei eher um eine Kritik an weltlicher Macht handelt, als um eine Anleitung für die Endzeit.

Themen sind u.a.:

  • Unsterblichkeit der Seele
  • Wie lange ist ewig?
  • Was geschieht mit mir nach dem Tod?
  • Paradies
  • Der Feuersee und Gehanna
  • Entrückung
  • Wer ist der Antichrist?
  • Die Chronologie der letzten Tage
  • Das Millenium
  • Dispensationalismus
  • Apokalyptische Sprache
  • Was bedeutet es, dass unser Bürgerrecht in den Himmeln ist?

 Weiter Information gibt es hier. Anmeldungen per mail an welcome@destinydesign.de

 

Theologische Ausbildung

Mit der Pionierakademie bieten wir eine attraktive, innovative theologische Ausbildung an.  Es handelt sich um keine typische theologische Ausbildung. Unsere Schwerpunkte legen wir auf Pioniere, Ethik, interdisziplinäres Arbeiten und interkulturelle Kommunikation gelegt. Pioniere meint, dass  wir gezielt Menschen ausbilden wollen, die selbst Projekte aller Art gründen oder darin intergiriert sind. Ethik wird leider viel zu oft vernachlässigt, obwohl es doch dabei um die konkrete Umsetzung unseres Glaubens geht. In unserer heutigen pluralistischen Gesellschaft kommen wir, glaube ich, nicht mehr um interdisziplinäres Arbeiten herum. Wir versuchen Theologie nicht losgelöst, sondern in Verbindung mit andren Wissenschaften und Gebieten wie Pädagogik, Soziologie, Wirtschaft, Psychologie zu sehen. Und weil die Welt ein Dorf geworden setzen wir bewusst interkulturelle Akzente. Wir müssen Kulturen verstehen, wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten wollen. Dieser Aspekt wird oft unterschätzt, gerade auch von Missionsorganisationen.

Hallo Welt!

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Destiny Design. Hier werden wir über unsere Aktivitäten, unsere Angebote und unser Denken bloggen.