Missional

“Missional” ist eines der neuen Schlagwörter, das seit einigen Jahren in christlichen Kreisen Eingang gefunden hat und mehr und mehr Gebrauch findet. Was bewirgt sich dahinter?  Mit “missional” ist kein neuer Anstrich, keine neue Methode und schon gar nicht ein neues Modell von Glaube oder Gemeinde/Kirche gemeint. Es geht vielmehr um einen Paradigmenwechsel, welches das (Glaubens- und Gemeinde-)Leben von Jesus her definiert und sich an der Mission Gottes ausrichtet. Dahinter steht die Überzeugung, dass Gott heute noch handelt und die Welt positiv gestaltet sehen will. Er hat einen Plan mit dieser Welt. An dieser Überzeugung hat sich Jesus orientiert und dies sollten auch seine  Nachfolger Jesu tun.

Stefan Lingott definiert von daher missional: Missional meint eine Art Glauben und Gemeinde zu leben, die sich an der Mission Gottes orientiert und mitten im Leben stattfindet - weshalb man genau genommen von einer missional-inkarntorischen Art zu leben spricht. Beides gehört zusammen, das Missionale und das Inkarnatorische.

Wie das konkret aussehen kann? Es gibt eben kein festes Modell oder eine fixe Strategie. Von diesem Denken aus kann und soll kreativ gedacht werden. Folgende Prinzipien haben seiner Meinung nach alle Ausdrucksformen allerdings gemeinsam:

  • Das Leben wird immer am Vorbild Jesu orientiert.
  • Das Mitwirken an Gottes Mission gehört zum Selbstverständnis
  • Es geht letztlich immer um Gemeinschaft, also Gemeinde (Gemeinde definiert als eine Gemeinschaft mit Jesus im Zentrum)
  • Die Gemeinschaft ist nach außen orientiert (externally focused) statt nach innen gewandt oder gar für sich zu existieren

 Hier noch ein Video, dass Gedanken daraus illustriert:

What ist the missional church?

Kontextualisierung

Was ist denn eigentlich “das Evangelium”? Was ist denn die ”Gute Nachricht”? Kann das Evangelium so einfach zusammengefasst werden? Besteht es etwa aus einem Vers z.B.  Joh 3,16 oder Mk 1,15 oder Röm 1,17? Nein: Das Evangelium ist die von Gott in Christus ausgehende Anrede bzw. das heilswirkende Handeln von Gott in Christus mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Das läßt sich nicht in einem Satz zusammenfassen. Wir haben bspw. vier “Evangelien” in der Bibel, und jedes einzelne von ihnen ist erst in seiner Ganzheit “Evangelium” – nicht ein Destillat daraus. Gottes Handeln in Christus ist Teil der Geschichte der Menschheit. Es ist kontinuierlich passiert, weshalb wir von einer Heilsgeschichte sprechen. Eine Art roter Faden, der sich durch die Geschichte zieht. Diesen roten Faden der Bibel gilt es zu perdigen, indem wir ihn in den jeweiligen Kontext übersetzen -  “trans-portieren”.

Es wird allgemein akzeptiert, dass wir in eine neue Zeitepoche eingetreten sind - der Postmoderne. Deshalb müssen wir nicht von einer „Reformation“ (Verbesserung des Vorhandenen) ausgehen, sondern von einer „Transformation“ (Umformung). Solch eine neue Zeitepoche berührt in der Regel mit der Zeit alle Lebensbereiche – manche von ihnen stark, manche stärker und teilweise werden Bereiche völlig transformiert. Diese Entwicklung wird hat auch vor der Gemeinde Jesu nicht halt gemacht. Und das fordert uns Christen heraus. Was sind die großen Herausforderungen und Fragen auf die wir als Christen Antworten finden müssen? Wie können oder sollten wir Familie leben? Wie Gemeinde bauen? Wie die Botschaft Gottes verkünden? Wie Christsein an unserem Arbeitsplatz (wenn es den überhaupt noch gibt) leben? usw. Die Postmoderne stellt andere Fragen an die Theologie. Der postmoderne Mensch denkt anders, empfindet anders, legt andere Schwerpunkt, lebt andere Lebenskonzepte usw. Es ist zu überlegen was das für die Verkündigung bedeutet. Damit beschäftigt sich die Kontextualisierung. Welche Auswirkungen hat die Veränderung des Weltbildes. Dazu hat Marcus Splitt ein sehr gutes Buch geschrieben: Kontextualisierung im postmodernen Pluralismus.  Er versucht  das Weltbild der gegenwärtigen Zeit nachzuzeichnen und daraus abzuleiten, wie dieses das Leben der Menschen ihr Umfeld und ihren Glauben beeinflusst. Unterpunkte des Buches sind: Kultur und Weltbild; Was ist die Postmoderne?; Wirkungen der Postmoderne auf die Gesellschaft; Wirkungen der Postmoderne auf die Theologie. Dabei schreibt er als einer der den gesellschaftlichen Wandel miterlebt und durcherlebt hat. 

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Kurzbeschreibung:

Das Weltbild Isaak Newtons erwies sich mit den epochalen Erkenntnissen der Physiker Albert Einstein, Werner Heisenberg und Max Planck sowie des Mathe-matikers Kurt Gödel endgültig als nicht mehr genügend. Die Theologie nahm den Abschied vom alten Weltbild etwa zwei Generationen später auch zur Kenntnis. Der Übergang wird gerne als der Wechsel von der Moderne zur Postmoderne beschrieben. Ob diese Begrifflichkeit dabei glücklich ist, sei dahingestellt. Festzuhalten bleibt, dass tatsächlich ein dramatischer Weltbildwandel erfolgte. Zwischenzeitlich sind neue Formen postmoderner christlicher Gemeinschaft entstanden. Sie werden mit Namen wie „Emerging Church“ oder „Organic Church“ bedacht und wollen sich deutlich von den bisherigen westlichen Kirchen abheben. Im Rahmen seiner Studien an der Theologisch-Missionswissenschaftlichen Akademie (TheMA) in Uhrsleben bearbeitete der Verfasser des vorliegenden Buches ein hoch aktuelles missionswissenschaftliches Problemfeld: Die Kontex-tualisierung des Evangeliums in unserem eigenen Land. Man spürt seiner Arbeit ab, dass er das neue Gedankengut längst verinnerlicht und seit mehreren Jahren in einer christlichen Pionierarbeit selbst umgesetzt hat.

Was können moderne Menschen mit Jesus anfangen?

Im Rahmen der Christologie-Vorlesung hält Prof. Dr. Klaus Berger am Samstag, den 30.01.2010 um 19.30 Uhr einen Vortrag zum Thema: “Was können moderne Menschen mit Jesus anfangen?”. Diese Veranstaltung findet unabhängig von der Vorlesung statt und ist damit offen für Gäste und Interessierte. Herzliche Einladung! Der Eintritt ist kostenlos, Spenden zur Deckung der Kosten werden gerne entgegen genommen.

Stattfinden wird die Veranstaltung im DRK-Katastrophenzentrum in Meiningen. Hier ist die Wegbeschreibung:

DRK Katastropenschutzzentrum

Henneberger Str. 3a

98617 Meiningen

Aus Richtung Bad Neustadt:

- im Kreisverkehr vor Meiningen die zweite Ausfahrt (nicht Sportstätten)

- in Meiningen nach ca. 300m direkt vor dem Penny-Markt recht abbiegen

Aus Richtung Eisenach:

- immer auf B19 bleiben (etwa 2km)

- nach dem Theater (steht an der linken Seite) auf die mittlere Spur wechseln

- nächste Kreuzung rechts

- dem Straßenverlauf 1km folgen

- direkt nach dem Penny-Markt (linke Seite) links abbiegen

Autobahn (A71 aus Richtung Erfurt oder Schweinfurt):

- Ausfahrt Meiningen-Süd

- in Meiningen nach 500m links Richtung Bad Neustadt abbiegen

- direkt nach dem Penny-Markt (linke Seite) links abbiegen

Jesusbilder

Kennen Sie Jesus? Wohl kaum ein Christ wird diese Frage ernsthaft verneinen. Aber kennen wir ihn wirklich - oder kennen wir nur bestimmte Bilder von Jesus, die im Laufe unseres Lebens durch Kirche, Gesellschaft und eigene Vorstellungen entstanden sind? Welche Erfahrungen hast du mit Jesus gemacht? Welches Bild hast du von ihm - und stimmt das mit dem biblischen Bild überein? Welches Bild von Jesus vermittelt den die Bibel überhaupt?

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Die Evangelien berichten von ihm als den im Alten Testament angekündigten und erwartenden Messias, der vom Reich Gottes predigte, der heilte, Wunder wirkte, Jünger um sich sammelte, sich um die Menschen kümmerte und schließlich am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb und auferstanden ist. Jesus als der Menschenfreund und Erlöser. Doch Jesus will mehr sein. Er hat den Anspruch unser Herr zu sein. Ein Gott der nicht nur für unsere Errettung zuständig ist, sondern der durch unser Leben verherrlicht werden möchte. Was bedeutet das nun für uns? Und dann die vielen „Ich bin - Worte”… Und was machen wir mit der Tatsache, dass Jesus Jude war?

Wir kommen an diesem Jesus nicht vorbei. Er ist Mittelpunkt unserer Nachfolge. Wie wir über ihn denken hat Auswirkungen auf unsere Spiritualität, auf Mission und unser Bild von Kirche und Gemeinde.  

„Die Person Jesus steht im Mittelpunkt von allem, er bestimmt wer wir sind und was wir tun. Wie schwer es auch ist ihm wirklich zu folgen, so stellen wir doch fest, dass wir immer wieder zu ihm zurückkommen müssen, wenn wir wirklich und rechtmäßig seine Leute sein wollen. Wir haben keinen anderen Punkt des Archimedes, der uns die Richtung vorgibt, und keinen anderen Standard, an dem wir die Gültigkeit unseres Glaubens messen können, um festzustellen, ob unser Christsein wirklich echt ist. Jesus zu lieben und unsere feste Absicht, ihm gemäß zu leben, ist mit einem spirituellen Mechanismus vergleichbar. Er liegt dem ganzen theologischen Verständnis der Kirche zugrunde und bringt eine ständige Erneuerung mit sich. Wir denken, dass eine beharrliche Rückkehr zu Jesus für jede Bewegung, die sich mit seinem Namen identifiziert, unersetzlich ist.” Frost, Hirsch in „Der wilde Messias”, 10.  

„Was glaubt ihr wer ich bin?” (Mt 16,15), fragte Jesus seine Jünger. Eine Frage, die 2000 Jahre alt ist und doch relevanter als je zuvor. Vielleicht ist es auch für dich dran deine Jesusbilder zu reflektieren und ihn Jesus neu zu entdecken! Dazu soll die Christologie-Vorlesung der Pionierakademie dienen.

Datum: 29.-31. Januar 2010

Ort: Meiningen

Dozent: Prof. Dr. Klaus Berger

Zentrale Inhalte:

1. Jüdischer als gedacht - Zerbricht die Christologie das Judentum?

2. Trinität ist kein Rechenexempel - Christologie als Teil des Glaubens an den dreieinigen Gott

3. Wo wohnt Gott wirklich? - Der Glaube an Jesus als eine Antwort auf die Frage, wo Gott zu finden ist

4. Das ist mein Leib, das ist der Neue Bund.- Was wäre, wenn Jesus doch Abendmahl gefeiert hätte?

5. Jesus ja, Kirche nein.- Kritik an der Institution auf Kosten Jesu

6. Entsteht der Glaube an Jesus erst zu Ostern? - Über den langsamen Untergang eines Forschungsstereotyps

7. Jesus ist der Bräutigam. - Hat Jesus den Zölibat gelebt, und wenn ja, warum?

8. „Der Schlüssel zum Paradies liegt zu Füßen der Mütter” (Qoran) - Menschwerdung Gottes und Marienverehrung evangelisch.

Zu den Anmeldeinformation geht es hier.

Pioniere gesucht

Die Welt verändert sich rasant. Wenn ich Schüler von heute mit mir vergleiche erkenne ich mich kaum wieder. Die technischen Möglichkeiten sind explosionsartig gestiegen. Internet, Social Media, Mp3-Player, I-Phone etc. das alles gab es zu meiner Schulzeit noch nicht und die ist noch nicht so lange her. Auch die Arbeitswelt verändert sich rasant. Der sichere, lebenslange Arbeitsplatz war gestern. Festanstellungen werden weniger. Immer mehr Menschen haben mehrer Jobs auf einmal. Lebenslanges Lernen ist unverzichtbar. Hobbies werden zu Verdienstquellen gemacht usw. Auch die kirchliche Landschaft ist in Bewegung. Die großen kirchlichen Instiutionen verlieren an Mitglieder. Christ-Sein wird immer mehr außerhalb kirchlicher Strukturen gelebt. Neue Formen von Gemeinden werden gesucht, gefunden, diskutiert und ausprobiert. Alte Formen werden ausgegraben und neu belebt. Kommunitäres Leben in unterschiedlichen Formen sind im kommen … Missionale Gemeinden, Simple Churches (Einfache Gemeinde), Deep Churches entstehen. Ich sehe darin viel pionierhaftes: Alte Weg hinter sich zu lassen und neues zu wagen. Erste Frustrationen erleben, am eigenen Weg zweifeln, das Alte doch wieder wertschätzen ohne es im alten Stil wieder zu wollen. Dazu braucht es Pioniere. Genau diese wollen wir u.a. mit unsrer Pionierakademie ausbilden. Wir wollen ihnen ein theologisches Fundament mitgeben, ihnen ein Verständnis von Kultur vermitteln, damit sie sich und andere besser verstehen und ihnen christliche Ethik nahebringen, denn in allem geht es darum gemäß den Geboten Gottes zu leben. Dabei wollen wir sie in ihrem Pioniergeist unterstützen. Unsere Studenten sind während des Studiums in Pionierprojekten integriert und können sich darin entfalten. Eine Welt voller Möglichkeiten steht ihnen offen… Neugierig geworden?

Vorlesungsvorschau 2010

Unser Vorlesungsprogramm für 2010 steht jetzt und wir können drei sehr attraktive Vorlesungen mit z.T. sehr renomierten Dozenten anbieten. Im Januar starten wir mit Christologie und der Frage die Jesus einst seinen Jüngern stellten: “Was glaubt ihr eigentlich, wer ich bin?” Im Mai steht Exegese auf dem Programm und damit wie wir die Bibel auslegen sollen. Und im September stetzen wir unser Ethik-Reihe fort. Ethik wird viel zu wenig gelehrt und bleibt oftmals hinter den rein theologischen Fächer. Das wollen wir ändern.  Wir heißen auch Gasthörer willkommen. 

Hier die konkreten Daten:

29.-31. Januar 2010: Pionierakademievorlesung “Christologie” mit Prof. Dr. Klaus Berger

28.-30.Mai 2010: Pionierakademievorlesung “Exegese” mit Martin Preisendanz

24.-26. September 2010: Pionierakademievorlesung “Wirtschafts- und Arbeitsethik” mit Dr. Helmut Burkhardt  

Zur Vorlesungsübersicht …

Vom Radio hören und für Heilung beten

870869_76077828kleinImmer wieder haben Theologen versucht den Menschen ihrer Zeit die biblische Botschaft nahe zu bringen. Dabei könnte ihr Ansatz nicht unterschiedlicher sein. Rudolf Bultmann schrieb im Kontext der Moderne noch: „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muss sich klar machen, dass er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“ Unvorstellbare Gedanken für den postmodernen Weltenbürger. Der nimmt sehr wohl die modernste Medizin in Anspruch und feiert gleichzeitig das Fest des Erzengels Michael oder lässt sich von irgendeinem Heiler behandeln. Warum? Sein Denken hat sich verändert und kommt den Verständnis der Bibel in machen Punkten näher. Und damit wären wir bei der Hermeneutik.

1123233_34885599kleinHermeneutik ist mit Sicherheit eines der spannendsten Felder der Theologie, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so klingt, denn es geht um unser Verständnis der Bibel. In der Hermeneutik geht es darum, wie wir die Bibel zu verstehen haben. Insofern hat jeder schon seine Hermeneutik, denn wir versuchen die Bibel zu verstehen. Doch wie will die Bibel verstanden werden? Daraus ergeben sich viele interessante Fragen:

·         Die Bibel ist die Wahrheit – doch was bedeutet Wahrheit?

·         Gibt es die eine objektive theologische Betrachtungsweise? Wenn ja: Müssten dann nicht alle Theologen zu denselben Ergebnissen kommen?

·         Welchen Einfluss hat meine Kultur (Sozialisation, Erfahrung etc.) auf die Art und Weise, wie ich mit der Bibel umgehe?

·         Ist der Heilige Geist die notwenige Voraussetzung um die Schrift verstehen und auslegen zu können? Oder: Muss man gläubig sein um die Schrift zu verstehen?

·         Ist die Bibel die einzige, schlussendliche Autorität, in Fragen der christlichen Lehre?

·         Macht die Bibel klare, eindeutige Aussagen oder bleibt vieles offen?

·         Beinhaltet die Bibel Fehler und Widersprüche? Wenn nicht, ist sie dann irrtumslos?

·         Inwiefern könnte man sage, dass Jesus zwar Gottes Sohn ist, aber damit doch nicht alles stimmt, was über ihn erzählt wird?

·         Wer versteht die Bibel eigentlich besser – die Gelehrten oder die Laien?

·         Was ist in der Bibel allgemeingültig und was kulturell bedingt?

·        

Die Hermeneutik-Vorlesung der Pionierakademie soll dir helfen zu verstehen…

… was die Bibel selbst über sich sagt.

… wie die Bibel zu verstehen ist.

… welche Rolle Kultur und Geschichte spielt

… wie sich die Vielfalt der Bibel auf ihr Verstehen auswirkt

Neugierig? Hier geht`s zu den Anmeldedetails.  

Einsatzgebiete von Theologen

Ich sitze in einer kleinen Runde von 5 Leuten, alles Studenten, und wir unterhalten uns über unsere Studien und Zukunftspläne. Eine bunte Schar von Menschen, die der Einladung eines guten Freundes auf seine Geburtstagsparty gefolgt waren. Nele studiert Jura, ist sich aber nicht ganz sicher, ob sie ihr Studium weiter machen sollen. Sie zieht es ins Ausland. Fremde Kulturen haben es ihr angetan. Frank weiß genau was er will. Nach seinem Betriebswirtschaftstudium will er als Kontroller in einem mittelständischen Unternehmen arbeiten und sich zum Prokuristen hoch arbeiten. Michaels liebt die Natur. Daher hat sie sich entschieden Biologie zu studieren. Begeistert erzählt sie von ihren Expetitionen. Letztes Semester waren sie an der Mecklenburgischen Seeplatten und haben im Nationalparkdorf Federow ein großen Sumpfgebiet untersucht. Während sie so berichtet denke ich mir nur: ist alles schön und gut und bin es ja ganz toll, dass du dich so für die Natur begeistern kannst, aber wie willst du später damit mal Geld verdienen? Kennst du das, du triffst Menschen und sie erzählen von ihrem Studium und du denkst dasselbe? Zum Beispiel Kunstgeschichte oder so. Die studieren sich doch alle in die Arbeitslosigkeit, oder? Nun kam ich mit vorstellen an die Reihe und ich erzählte ihnen, dass ich Theologie studiere. „Wie, du willst doch nicht etwa Priester werden” sagte Nele. „Nein, ich studiere ja auch nicht Katholische Theologie, sondern an einer freien theologischen Ausbildungsstätte”, antwortete ich. „Ok und was bringt dir das? Was willst du denn später damit machen?” fragte Frank anschließend. Ich musste kurz nachdenken und merkte wie berechtigt diese Fragen waren… 

Als theologische Ausbildungsstätte beschäftigen wir uns natürlich mit der Frage nach den Einsatzgebieten unserer Studierenden, schließlich wollen wir nicht für die Arbeitslosigkeit ausbilden. Wir sehen hier unterschiedliche Möglichkeiten, für die wir unsere Studenten je nach Interessenlage und Berufung fit machen wollen. Folgende Bereiche können wie momentan sehen:

  • Unternehmertum
  • Coach (Arbeite mit und an Menschen)
  • Social Entrepreneurs (soziales Unternehmertum)
  • freier Theologe (Predigtdienst, Seminardienst, Publikationen)
  • Theologe + anderer wissenschaftlicher Schwerpunkt z.B. Ethik, Wirtschaft, Kultur

Viele werden hier die typischen Einsatzgebiete wie Pastor und Jugendleiter vermissen. Diese sind natürlich auch möglich, doch sehen wir darin in der Breite nicht die Zukunft. Pastorenstellen werden auf dem freikirchlichen Markt größtenteils von Absolventen von Ausbildungsstätten der Verbände besetzt. Lediglich verbandslose Gemeinden wären möglich, die aber meistens zu klein sind, um sich hauptamtliche Pastoren leisten zu können. Daher richten wir unseren Hauptaugenmerkt auf die oben genannten Felder.

PowerPoint-Präsentation über die Pionierakademie

Wir haben den coolen Servise von slideshare genutzt und eine PowerPointPräsentation über die Pionierakademie auf unsere Seite eingebunden, die man direkt dort sich anschauen kann.

Warum uns Eschatologie angeht

Eschatologie mag für den Laien erst mal befremdlich und nach hoher Theologie, also kompliziert, anhören. Doch davon sollten wir uns nicht abstoßen lassen, denn Eschatologie nimmt einen sehr bedeutenden Raum in unserem Denken ein. Wir alle haben in irgendeiner Form unsere Eschatologie. Eschatologie ist die Lehre von den „letzten Dingen.” Auf der individuellen Ebene ist sie die Frage wie es mit mir weiter geht, auf der universellen Ebene, wie sie mit dieser Welt weitergeht.

Wie wir diese Frage beantworten hat Konsequenzen auf unsere Sicht von Leben in der Schöpfung.

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Wer davon ausgeht, dass das Reich Gottes im System der Kirche im Grunde schon angebrochen ist, tut sich schwer mit Kritik an den sozialen Verhältnissen. Er wird die Kirche als Instrument der Weltverbesserung sehen, in der im Gegensatz zur „bösen” Welt, Liebe und Friede herrscht und in die möglichst die gesamte Gesellschaft eingegliedert werden sollte.

Wer davon ausgeht, dass die Welt sowieso schlechter wird und auf ihren Untergang wartet, wird sich aus ihr Zurückziehen und alle Bemühungen auf die erlösende Ewigkeit richten, d.h. die Nöte der Welt werden als Zeichen der Endzeit gedeutet und versucht die Menschen noch zum rettenden Glauben an Jesus zu führen. Die Welt löst sich am Ende im Inferno auf und die Gläubigen werden entrückt.

Wer davon ausgeht, dass es Hoffnung für diese Erde gibt und das wir als Jesus Nachfolger diese Hoffnung in allen möglichen Formen an alle Orte dieser Welt bringen sollen, wird sich aktiv in die Gesellschaft einbringen und sie mitgestalten. 

 Wie sieht die Bibel die Welt? Kann uns diese Erde nicht egal sein, schließlich ist unser Bürgerrecht im Himmel? Wird jetzt alles schlimmer oder sollen wir uns engagieren? Wie verhält sich nun der Missionsbefehl zum Schöpfungsauftrag unter Berücksichtigung des Kommenden? Müssen wir Angst vor der Zukunft haben? Fragen über Fragen… Wir wollen diese Fragen ganz bewusst losgelöst vom idealistischen griechischen Weltbild anschauen und stattdessen vom ganzheitlichen hebräischen Denkansatz „neu” betrachten und denken. Das wird uns helfen unseren Paradigmenwechsel (vom griechischen zum hebräischen Denken) weiter zu gehen.

.. Neugierig geworden? Hier geht’s zur Anmeldung.