Dozent: Dr. med + theol. Hannes Wiher (CH) www.wiher.org
Datum: 14.-16. Januar 2011
Kosten: 90 €
Ort: Meiningen/Thüringen (bestens gelegen in der Mitte Deutschlands)
Wenn das Evangelium verkündigt wird prallen meist fremde religiöse Vorstellungen aufeinander. Die Denksysteme sind oft völlig anders und müssen erst richtig verstanden werden, ehe ein geeigneter Ansatz gefunden werden kann die Botschaft von Jesus angemessen zu verkündigen. Dabei spielt der Geisterglaube (Animismus) eine bedeutende Rolle, denn in der Volksreligiosität, die in allen Hochreligionen erstaunlicherweise ähnliche Kennzeichen trägt, lässt sich animistisches Denken wiederfinden. Das gilt auch für die westliche Kultur. Unbemerkt von allen philosophischen und religiösen Strömungen gibt es eine weltweite Religion, die in einer ungeheuren Variationsbreite zu allen Zeiten die geistlichen Bedürfnisse der Menschen befriedigte. Es ist die Verbindung zu den Geistern. Es ist die Beobachtung von deren Einfluss auf alle Aspekte des menschlichen Lebens und das Wissen durch gezielte Manipulation sie für sein eigenes Schicksal zu gewinnen. Es ist der Animismus.
Zentrale Inhalte u.a.:
· Das animistische Menschenbild
· Das animistischen Weltbild
· Mana, das Prinzip des ausordentlich Wirkungsvolle
· Ahnen, Geister, Doppel
· Schamanen und Heiler
· animistischer Einfluss in den Weltreligionen
· Implikationen für den Dienst an/mit animistisch denkenen Menschen
· Animistisches Denken in unserer deutschen Gesellschaft
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]]>Rücksichtslose Massenentlassungen, Korruptionsskandale und Steuerhinterziehung prominenter Manager erregen die Gemüter. Werte und damit Ethik sind wieder gefragt. In dieser Vorlesung stellen wir uns umfassend Fragen nach dem Guten Handeln, wie es jedem Menschen vermittelbar ist und grundsätzlich auch von jedem erwartet werden kann und zwar in allen Bereichen des menschlichen Lebens.
Wie sehen wir Arbeit? „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Dieses berühmt-berüchtigte Zitat ist biblisch. Die Kommunisten sind ja nicht unbedingt bibelfreundlich, aber dieses Zitat fanden, die kommunistischen Väter dann doch so gut, dass es sogar Eingang in der Verfassung der Sowjetunion fand. Arbeit wurde somit „heilig“ gesprochen und zementierte ein Denken, das schon der asketische Protestantismus (Calvinismus) in das religiöse Gewissen in die Menschen hineingelegt hat und seitdem wissen wir alle: „Arbeit macht frei“. Diese Koalition zwischen Kommunismus und praktiziertem Calvinismus konnte sich im Industriezeitalter sehr gut halten und das Ergebnis war, dass unsere Arbeit zu unserer Identität wurde. „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“, wurde so zum nicht hinterfragbaren Leitsatz.
Angesicht von Globalisierung, Wirtschaftskrise, Massenentlassungen und steigender Arbeitslosigkeit stellen sich viele Fragen. Zentral ist dabei die Auseinandersetzung, was Arbeit mit dem Menschsein an sich zu tun hat. Es gilt also (theologische) Anthropologie in das Grundverständnis von Arbeit in die gesellschaftliche Diskussion einzubringen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Was das bedeutet? Melde dich an und lerne …
Zu dieser Thematik bieten wir eine Vorlesung mit Pfr. Dr. Helmut Burkhardt an. Weitere Infos und zur Anmeldung geht es hier.
Zentrale Inhalte der Vorlesung werden u.a. sein:
· Arbeit – Segen oder Fluch? Arbeit aus biblischer Sicht
· Die Verbindung von Anthropologie und dem Grundverständnis von Arbeit
· Armut und Reichtum in biblischer Sicht
· Das biblische Verständnis von Eigentum und Arbeit und seine wirtschaftlichen Konsequenzen
· Umgang mit Arbeitslosigkeit
· Globalisierung
· Gibt es eine christliche Wirtschaftsordnung und wenn ja, wie sieht sie aus?
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Craig Van Gelder & Alan Roxburgh - What is Missional Church? from Allelon on Vimeo.
]]>Dozent: Martin Preisendanz
28.-30. Mai 2010
Prediger brauchen auch Feedback, doch leider trauen sich viele Leute nicht dazu. Manchmal kommt es aber doch vor und dann fällt es meistens sehr positiv aus. Das einmal dem Prediger widersprochen oder eine kritische Frage gestellt wird kommt leider sehr selten vor. Letztens hörte ich jemand sagen: „Ich fand es ganz toll und wie sie ihre Aussagen mit so vielen Bibelstellen begründet haben. Das fand ich ganz toll und überzeugend!“ Einwurf: Machen das nicht alle Prediger? Kann man mit Bibelstellen nicht irgendwie alles belegen? Oder in einer anderen Situation kam folgende Reaktion: Sie können so gut reden und komplizierte Zusammenhänge einfach erklären. Ihnen glaub ich alles. Einwurf: Gute Rhetorik heißt noch lange nicht guter Inhalt. Kann es sein, dass wir uns zu sehr von der Persönlichkeit überzeugen lassen? Was dagegen tun? Ganz einfach: sich selbst bilden! Dazu kommt unsere nächste Vorlesung genau richtig.
Die biblischen Texte sind in einer anderen Sprache geschrieben worden und zu einer anderen Zeit entstanden. Dadurch haben manche Worte eine andere Füllung, Metaphern eine uns fremde Bedeutung, und damalige Gepflogenheiten sind uns heute so nicht mehr bekannt. Bei der Exegese wird ein Textabschnitt auf seine ursprüngliche Bedeutung hin untersucht, um ihn dann angemessen in unser heutiges Verständnis einzubauen. Dabei werden Kontext, Grammatik, Semantik und Kultur berücksichtigt. Schon ein einfaches Beispiel zeigt, dass sich ein genauer Blick auf die biblischen Texte unumgänglich ist. In 1Timotheus 3,2 steht:„Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren (Luther).“ „Der Aufseher nun muss untadelig sein, Mann einer Frau, nüchtern, besonnen, sittsam, gastfrei, lehrfähig (Eberfelder).“ Nun meine Fragen: Was ist ein Bischof? Was ist ein Aufseher? - Ein Schwimmbadmeister? Oder ein Gefängniswärter? Was ist nüchtern? - Wenn man besonnen ist? Oder kein Alkohol trinkt? Oder kühl und rational ist? Was bedeutet: Mann einer Frau? – Polygam? Oder verheiratet? Oder vielleicht nicht geschieden? Die Antwort bekommen wir nur durch einen tieferen Blick in die Texte und ihren Zusammenhang.
Die Teilnehmer sollen durch diesen Kurs lernen …
· wie sich die ursprüngliche Bedeutung von Bibelabschnitten möglichst genau erfassen lässt
· wie eine gründliche Predigtvorbereitung aussieht, die dem biblischen Text möglichst gerecht wird
· wie die Ergebnisse der Exegese für eine Predigt fruchtbar gemacht werden können.
· wie sich aus Bibeltexten systematisch-theologische Ergebnisse ableiten lassen
· eine systematische Herangehensweise für weitere Bibelauslegungen erwerben
· einen eigenen Kommentar zu Bibelabschnitte zu formulieren
· fremde Kommentare einzuordnen und zu beurteilen
… und ich garantiere Ihnen, dass sie bei der nächsten Predigt schon ganz anders hinhören werden.
Zur den weiteren Informationen und zur Anmeldung geht es hier.
]]>Stefan Lingott definiert von daher missional: Missional meint eine Art Glauben und Gemeinde zu leben, die sich an der Mission Gottes orientiert und mitten im Leben stattfindet - weshalb man genau genommen von einer missional-inkarntorischen Art zu leben spricht. Beides gehört zusammen, das Missionale und das Inkarnatorische.
Wie das konkret aussehen kann? Es gibt eben kein festes Modell oder eine fixe Strategie. Von diesem Denken aus kann und soll kreativ gedacht werden. Folgende Prinzipien haben seiner Meinung nach alle Ausdrucksformen allerdings gemeinsam:
Hier noch ein Video, dass Gedanken daraus illustriert:
]]>Es wird allgemein akzeptiert, dass wir in eine neue Zeitepoche eingetreten sind - der Postmoderne. Deshalb müssen wir nicht von einer „Reformation“ (Verbesserung des Vorhandenen) ausgehen, sondern von einer „Transformation“ (Umformung). Solch eine neue Zeitepoche berührt in der Regel mit der Zeit alle Lebensbereiche – manche von ihnen stark, manche stärker und teilweise werden Bereiche völlig transformiert. Diese Entwicklung wird hat auch vor der Gemeinde Jesu nicht halt gemacht. Und das fordert uns Christen heraus. Was sind die großen Herausforderungen und Fragen auf die wir als Christen Antworten finden müssen? Wie können oder sollten wir Familie leben? Wie Gemeinde bauen? Wie die Botschaft Gottes verkünden? Wie Christsein an unserem Arbeitsplatz (wenn es den überhaupt noch gibt) leben? usw. Die Postmoderne stellt andere Fragen an die Theologie. Der postmoderne Mensch denkt anders, empfindet anders, legt andere Schwerpunkt, lebt andere Lebenskonzepte usw. Es ist zu überlegen was das für die Verkündigung bedeutet. Damit beschäftigt sich die Kontextualisierung. Welche Auswirkungen hat die Veränderung des Weltbildes. Dazu hat Marcus Splitt ein sehr gutes Buch geschrieben: Kontextualisierung im postmodernen Pluralismus. Er versucht das Weltbild der gegenwärtigen Zeit nachzuzeichnen und daraus abzuleiten, wie dieses das Leben der Menschen ihr Umfeld und ihren Glauben beeinflusst. Unterpunkte des Buches sind: Kultur und Weltbild; Was ist die Postmoderne?; Wirkungen der Postmoderne auf die Gesellschaft; Wirkungen der Postmoderne auf die Theologie. Dabei schreibt er als einer der den gesellschaftlichen Wandel miterlebt und durcherlebt hat.

Kurzbeschreibung:
Das Weltbild Isaak Newtons erwies sich mit den epochalen Erkenntnissen der Physiker Albert Einstein, Werner Heisenberg und Max Planck sowie des Mathe-matikers Kurt Gödel endgültig als nicht mehr genügend. Die Theologie nahm den Abschied vom alten Weltbild etwa zwei Generationen später auch zur Kenntnis. Der Übergang wird gerne als der Wechsel von der Moderne zur Postmoderne beschrieben. Ob diese Begrifflichkeit dabei glücklich ist, sei dahingestellt. Festzuhalten bleibt, dass tatsächlich ein dramatischer Weltbildwandel erfolgte. Zwischenzeitlich sind neue Formen postmoderner christlicher Gemeinschaft entstanden. Sie werden mit Namen wie „Emerging Church“ oder „Organic Church“ bedacht und wollen sich deutlich von den bisherigen westlichen Kirchen abheben. Im Rahmen seiner Studien an der Theologisch-Missionswissenschaftlichen Akademie (TheMA) in Uhrsleben bearbeitete der Verfasser des vorliegenden Buches ein hoch aktuelles missionswissenschaftliches Problemfeld: Die Kontex-tualisierung des Evangeliums in unserem eigenen Land. Man spürt seiner Arbeit ab, dass er das neue Gedankengut längst verinnerlicht und seit mehreren Jahren in einer christlichen Pionierarbeit selbst umgesetzt hat.
]]>Stattfinden wird die Veranstaltung im DRK-Katastrophenzentrum in Meiningen. Hier ist die Wegbeschreibung:
DRK Katastropenschutzzentrum
Henneberger Str. 3a
98617 Meiningen
Aus Richtung Bad Neustadt:
- im Kreisverkehr vor Meiningen die zweite Ausfahrt (nicht Sportstätten)
- in Meiningen nach ca. 300m direkt vor dem Penny-Markt recht abbiegen
Aus Richtung Eisenach:
- immer auf B19 bleiben (etwa 2km)
- nach dem Theater (steht an der linken Seite) auf die mittlere Spur wechseln
- nächste Kreuzung rechts
- dem Straßenverlauf 1km folgen
- direkt nach dem Penny-Markt (linke Seite) links abbiegen
Autobahn (A71 aus Richtung Erfurt oder Schweinfurt):
- Ausfahrt Meiningen-Süd
- in Meiningen nach 500m links Richtung Bad Neustadt abbiegen
- direkt nach dem Penny-Markt (linke Seite) links abbiegen
]]>Die Evangelien berichten von ihm als den im Alten Testament angekündigten und erwartenden Messias, der vom Reich Gottes predigte, der heilte, Wunder wirkte, Jünger um sich sammelte, sich um die Menschen kümmerte und schließlich am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb und auferstanden ist. Jesus als der Menschenfreund und Erlöser. Doch Jesus will mehr sein. Er hat den Anspruch unser Herr zu sein. Ein Gott der nicht nur für unsere Errettung zuständig ist, sondern der durch unser Leben verherrlicht werden möchte. Was bedeutet das nun für uns? Und dann die vielen „Ich bin - Worte”… Und was machen wir mit der Tatsache, dass Jesus Jude war?
Wir kommen an diesem Jesus nicht vorbei. Er ist Mittelpunkt unserer Nachfolge. Wie wir über ihn denken hat Auswirkungen auf unsere Spiritualität, auf Mission und unser Bild von Kirche und Gemeinde.
„Die Person Jesus steht im Mittelpunkt von allem, er bestimmt wer wir sind und was wir tun. Wie schwer es auch ist ihm wirklich zu folgen, so stellen wir doch fest, dass wir immer wieder zu ihm zurückkommen müssen, wenn wir wirklich und rechtmäßig seine Leute sein wollen. Wir haben keinen anderen Punkt des Archimedes, der uns die Richtung vorgibt, und keinen anderen Standard, an dem wir die Gültigkeit unseres Glaubens messen können, um festzustellen, ob unser Christsein wirklich echt ist. Jesus zu lieben und unsere feste Absicht, ihm gemäß zu leben, ist mit einem spirituellen Mechanismus vergleichbar. Er liegt dem ganzen theologischen Verständnis der Kirche zugrunde und bringt eine ständige Erneuerung mit sich. Wir denken, dass eine beharrliche Rückkehr zu Jesus für jede Bewegung, die sich mit seinem Namen identifiziert, unersetzlich ist.” Frost, Hirsch in „Der wilde Messias”, 10.
„Was glaubt ihr wer ich bin?” (Mt 16,15), fragte Jesus seine Jünger. Eine Frage, die 2000 Jahre alt ist und doch relevanter als je zuvor. Vielleicht ist es auch für dich dran deine Jesusbilder zu reflektieren und ihn Jesus neu zu entdecken! Dazu soll die Christologie-Vorlesung der Pionierakademie dienen.
Datum: 29.-31. Januar 2010
Ort: Meiningen
Dozent: Prof. Dr. Klaus Berger
Zentrale Inhalte:
1. Jüdischer als gedacht - Zerbricht die Christologie das Judentum?
2. Trinität ist kein Rechenexempel - Christologie als Teil des Glaubens an den dreieinigen Gott
3. Wo wohnt Gott wirklich? - Der Glaube an Jesus als eine Antwort auf die Frage, wo Gott zu finden ist
4. Das ist mein Leib, das ist der Neue Bund.- Was wäre, wenn Jesus doch Abendmahl gefeiert hätte?
5. Jesus ja, Kirche nein.- Kritik an der Institution auf Kosten Jesu
6. Entsteht der Glaube an Jesus erst zu Ostern? - Über den langsamen Untergang eines Forschungsstereotyps
7. Jesus ist der Bräutigam. - Hat Jesus den Zölibat gelebt, und wenn ja, warum?
8. „Der Schlüssel zum Paradies liegt zu Füßen der Mütter” (Qoran) - Menschwerdung Gottes und Marienverehrung evangelisch.
Zu den Anmeldeinformation geht es hier.
]]>Hier die konkreten Daten:
29.-31. Januar 2010: Pionierakademievorlesung “Christologie” mit Prof. Dr. Klaus Berger
28.-30.Mai 2010: Pionierakademievorlesung “Exegese” mit Martin Preisendanz
24.-26. September 2010: Pionierakademievorlesung “Wirtschafts- und Arbeitsethik” mit Dr. Helmut Burkhardt
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